Freie Unabhängige Wähler-Gemeinschaft Königs Wusterhausen
 

Niederlehme









Niederlehme ist ein auf 7 Kilometer gestrecktes "Straßendorf" mit ungefähr 3.200 Einwohnern. Es liegt am Ostufer der Dahme und bietet eine reizvolle Landschaft. Als historischer Industustrie-standort bekannt, stellte man hier bereits vor über 100 Jahren Kalksandsteine her. Um aller Welt zu zeigen, dass die Kalksandsteine "einiges aushalten", ließ Robert Guthmann 1902 den 27 Meter hohen Wasserturm errichten, der für alle Autofahrer der A10 als Wahrzeichen bekannt ist. Er wurde 2010 an eine Privatperson verkauft.

Schwerpunkte liegen derzeit in der fehlenden Verbindung zwischen Ortsteil und Kernstadt. Durch den Abbau der Fahrradbrücke ist es für Berufspendler und Schüler eine gefährliche Fahrt über die L30 nach Königs Wusterhausen geworden. Themen, wie die Eröffnung einer Mülldeponie, die Erweiterung des Schlachthofes "Wiesenhof" und die Errichtung eines Bürgerhauses beschäftigen den Ortsteil seit längerem. Außerdem mangelt es genau wie im nördlich gelegenen Ortsteil Wernsdorf an Einkaufsmöglichkeiten. 

20.03.2018

Defekte Rad-/ Gehwegbrücke über die Dahme Wildau- Niederlehme

Stadt Königs Wusterhausen









Die Radwegbrücke gehört je hälftig den Städten Wildau und Königs Wusterhausen. Alle anfallenden Kosten werden, soweit im Rahmen der Ursachenermittlung keine Haftung eines Dritten in Frage kommt, entsprechend geteilt. Derzeit wird sie im Hafengelände der LUTRA auf Pontons gelagert. Ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Holz- und Holzleimbau wurde beauftragt, in einem ersten Schritt, die Ursache des Versagens eines Untergurtes (Trägers) herauszufinden. Das Gutachten liegt vor, die Ursache ist ermittelt. Demnach wies die Bruchstelle deutliche Anzeichen einer Schädigung durch Nassfäule- Erreger (holzerstörende Pilze) im Bereich einer Stabdübelverbindung auf. Dies führte an der Schadstelle zu einer Festigkeitsreduzierung. Daraufhin durchgeführte Holzfeuchtemessungen an diesem und anderen gleichartigen Konstruktionspunkten wiesen deutlich zu hohe Feuchtigkeitsgehalte im inneren der Konstruktion auf. In einem zweiten Schritt erfolgt jetzt die Ermittlung der Ursachen der zu hohen Feuchtigkeitsgehalte. Außerdem wird die Gesamte Brückenkonstruktion auf die Möglichkeit der Weiterverwendung hin untersucht. Ziel ist es, nach Vorlage und Auswertung aller Ergebnisse, etwa Mitte März 2018, eine Entscheidung zu treffen ob eine Reparatur in Frage kommt oder ein Teil-oder ein Komplettneubau notwendig wird. Die Dauer der Untersuchung ist u.a. in zeitaufwendigen labortechnischen Untersuchungen begründet. Erst nach Vorlage und Auswertung können weitere Schritte in Richtung Reparatur oder Neubau ausgelöst werden. 

Die Radwegbrücke soll voraussichtlich im Dezember 2018 an ihren ursprünglichen Ort gesetzt werden.

Quelle: file:///C:/Users/Swen%20Ennullat/Downloads/BESCHLUSS_Vorlage_SVV%20(13).pdf


29.11.2016 

Dahmebrücke zur Untersuchung abgebaut

Katharina Ennullat

 






Jetzt ist sie weg! Die beliebte Fußgänger- und Fahrradbrücke wurde am 24. November 2016 durch ein niederländisches Unternehmen abgebaut und mit Hilfe von Pontons in den Königs Wusterhausener Hafen abtransportiert. Dort soll sie nun auf Schäden untersucht und Beweise sichergestellt werden.

Ende September 2016 fiel einem Bootsfahrer auf, dass tragende Holzteile beschädigt sind. Daraufhin wurde die nur 17 Jahre alte Brücke sofort gesperrt. Da nun die betroffenen Radler und Fußgänger die Landesstraße benutzen müssen, wurde in Konsequenz die Geschwindigkeit auf der Verbindungsstraße zwischen Niederlehme und Königs Wusterhausen/Wildau von 100 km/h auf 50 km/h gesenkt. Für den Schülerverkehr und für Berufspendler ist das aber nach wie vor eine unbefriedigende und gefährliche Lösung; die gut frequentierte Straße ist die direkte Zufahrt zum Hafengelände mit Schwerlastverkehr und gilt bei Autobahnsperrungen auch noch als Entlastungsstrecke.

Im Jahre 1999 wurde die 1,4 Millionen Euro teure Holzbrücke durch eine Berliner Firma fertiggestellt, die glücklicherweise heute noch existiert. Damals ging man sicherlich davon aus, dass diese Brücke länger als nur 17 Jahre hält, denn großen Belastungen war die Dahmeüberquerung nicht ausgesetzt. Die regelmäßigen Zwischenkontrollen und Überprüfungen des Brückenbauwerks waren immer beanstandungslos. Bei der letzten Prüfung im Jahr 2015 sei die Brücke ohne Schäden gewesen.

Nun muss geklärt werden, wer für den Schaden aufkommt und wie zwischenzeitlich die Ersatzstrecke für die vielen Radfahrer sicherer gestaltet werden kann. Es gibt Überlegungen des Straßenverkehrsamtes und der Stadtverwaltung KW, dass die Fahrbahn der Verbindungsstraße zwischen L 30 und L401 zu einem Drittel durch Gitter abgesperrt wird, damit man auch in den nächsten Jahren sicher zu Fuß die einzelnen Ortsteile von Königs Wusterhausen erreicht. (Bild:privat)